Wandern im mineralienreichen Habachtal

Das Tal, mit dem einzigartigem Smaragdvorkommen

Das naturbelassene Habachtal in den Hohen Tauern bei Bramberg am Wildkogel ist vor allem aufgrund des – in Europa einzigartigen – Smaragdvorkommens und des Mineralienreichtums weltbekannt. Falls Sie mehr darüber erfahren möchten, sollten Sie unbedingt den Smaragdweg entlang wandern, der Ihnen und Ihren Kindern sowohl die Mineralogie als auch die Geologie des Habachtals auf spielerische Weise näher bringt. Daneben können Sie unter anderem sogar als Smaragdschürfer selber aktiv werden.

Smaragdfunde im Habachtal

Das Bramberger Habachtal ist das mineralienreichste Tal der Hohen Tauern. In diesem wunderbaren Tal sind auch heute noch interessante Funde möglich. So hat auch der weniger geübte Bergwanderer die Möglichkeit, Smaragde zu finden. Das Smaragdvorkommen im Nationalpark Hohe Tauern befindet sich in der Leckbachrinne im Habachtal. Vom Almgasthof Alpenrose ist diese über einen Steig leicht zu erreichen. Die Erosion hat die Smaragde vom anstehenden Felsen der oberen Leckbachrinne bis hinunter zum Almgasthof Alpenrose verteilt, d.h. Muren und Bergstürze haben smaragdführendes Gestein und Smaragde bis in den Talbereich transportiert. Das Smaragdbergwerk im oberen Teil der Leckbachrinne ist nicht zugänglich. Zudem ist dieser Teil der Rinne sehr stark steinschlaggefährdet und es ist nicht ratsam dort aufzusteigen.

  • Geschichtliches zum Habachtaler Smaragdvorkommen

    Es wird manchmal behauptet, dass bereits die Römer im Habachtal Smaragde schürften. Dies ist nicht zweifelsfrei zu belegen und eher unwahrscheinlich. Auch Berichte eines französischen Wissenschaftlers, dass sich ein Habachtaler Smaragd in der Krone Ludwigs IX. (1226 – 1270) befänden, konnten nicht verifiziert werden.

    In einem Brief erwähnte Prinzessin Anna di Medici 1669 das Wort „smaragdus“ und erwartete vom dänischen Gelehrten Niels Stensen einen Bericht über die Smaragdgruben (vielleicht könnte dabei das Habachtal gemeint gewesen sein). Als die wohlhabende Senningerbräuin Maria Rottmayr 1732 starb, waren in ihrem Nachlass zwei Goldringe mit Smaragden aus dem Habachtal.

    1797 hat "Hofkammerrath" Caspar Melchior Schroll das Smaragdvorkommen im „Heubachthale“ zum ersten Mal wissenschaftlich beschrieben.  

    1821 beschrieb der Mineralienhändler J. Frischholz ausführlich das Smaragdfundgebiet im Habachtal.  

    1829 machte Bergdirektor Mielichhofer einen Smaragdfund in der Sedlalpe.  

    1859 veröffentlichte Zepharovich im Mineralogischen Lexikon Österreichs genauere Angaben über das Smaragdvorkommen. Daraufhin wurde das Gebiet genauer abgesucht. Es wurden mehrere schöne Steine gefunden.  

    1862 veranlassten Samuel Goldschmidt diese viel versprechenden Funde dazu, das ganze Gebiet zu kaufen. In über 2000m Höhe ließ er das Berghaus errichten und unterhalb der Leckbachscharte wurden mehrere Stollen in den „Smaragdpalfen“ getrieben. Die Ausbeute soll gut gewesen sein. Nach dem Tod von Goldschmidt (1871) wurde der Abbau vorübergehend eingestellt. In den Folgejahren übernahm die englische Gesellschaft Limited Forster das Bergwerk und beschäftigte 30 Knappen, die den Abbau mit gutem Erfolg betrieben.  

    1896 kam die Emerald Mines Ldt. aus London in den Besitz der Gruben.  

    1913 musste der Betrieb wegen hoher Schulden, die durch einen schlechten Verwalter angehäuft wurden, eingestellt werden. Die Gemeinde Bramberg kaufte das gesamte Areal relativ günstig, da noch ein beträchtlicher Teil an Gemeindesteuern ausständig war.  

    1917 konnte der Sägewerksbesitzer Anton Hager aus Traunstein das Bergwerk erwerben. Aber auch ihn zwangen wirtschaftliche Schwierigkeiten (1. WK- Wirtschaftskrise) die Mine 1927 zu verkaufen. Nach der deutsch-österreichischen Edelsteinbergwerksgesellschaft und der schweizerischen Gesellschaft für modernen Bergbau kam das Bergwerk schließlich in den Besitz von Justizrat Max Gaab aus München.  

    1938 wurde Österreich von der Landkarte gestrichen – die Besitzverhältnisse  dieser Zeit sind verworren. Nach dem Krieg bewarb sich Oberst Hans Zieger bei den amerikanischen Besatzungsmächten um den Posten des Minenverwalters. Er war von 1945 bis 1949 im Bergwerk tätig und verschliff die gefundenen Steine selbst. Auf Zieger folgten Hubicky und das Duo Caha-Eberl.  

    1963 erfolgte die offizielle Rückstellung des Bergwerks an den Rechtsanwalt Karl Gaab. Seine Aufsichtspersonen am Bergwerk und in der Goldschmidthütte waren über viele Jahre Studenten aus München.  

    1975 bewarb sich Sebastian Berger gemeinsam mit Klaus Wenzel und Heinrich Hammerle bei Dr. Gaab um den Aufsichtsposten. Streitigkeiten  und gegenseitiges Misstrauen beim Fund von außergewöhnlich  großen Phenakiten führten bald dazu, dass sich die drei trennten und Berger ab 1976 die alleinige Aufsicht hatte. Er sicherte die Stolleneingänge mit Eisentüren, ließ per Hubschrauber einen Wohnwagen in die unmittelbare Nähe des Bergwerks schaffen und trieb viele Meter Stollen in den Berg. Die etwa 10 Jahre dauernde Ära Berger war sowohl für Funde als auch für die wissenschaftliche Erforschung ergiebig verlaufen.  

    1986 beging Berger, der schon jahrelang psychische Probleme hatte, auf tragische Weise Selbstmord.

    Alois Steiner und Alois Hofer, beide Mineraliensammler aus Bramberg, wurde ab 1986 der Aufsichtsposten übertragen. Die sich bereits in einem sehr schlechten Zustand befindliche Goldschmidthütte wurde unter großem Aufwand hergerichtet und dient seither wieder als Unterkunft für die Bergwerkspächter. Der Abbau im Berg erwies sich durch die sehr labilen Gesteinsschichten und durch mangelhafte Pölzung als überaus schwierig und es musste viel Zeit und Energie aufgewendet werden, um den bestehenden Stollen zu sichern.

    Seit Anfang der neunziger Jahre besitzt die Familie Steiner (Alois Hofer beendete seine Tätigkeiten) die Erlaubnis im Smaragdbergwerk zu schürfen. Nach dem Tod von Karl Gaab (2000) ist seine Tochter, Frau Ingrid von Klitzing, die alleinige Besitzerin des Smaragdbergwerkes.

Sie möchten die faszinierende Natur und Bergkulisse dieses Tales bequem erobern? Kein Problem, wir bringen sie gerne mit dem "Smaragdexpress" hin und/oder retour:

Abfahrtszeiten vom Parkplatz Habachtal zur Enzianhütte und Alpengasthof Alpenrose:
Mai und Juni: 09.00, 10.00, 13.30 und 16.30 Uhr
Juli, August und September: 07.45*, 09.00, 10.00, 13.30 und 16.30 Uhr (* bis Mitte September)
1. Oktober - 18. Oktober: 09.30 Uhr, 13.30 Uhr und 15.30 Uhr

Abfahrtszeiten von der Enzianhütte oder Alpengasthof Alpenrose:
Mai - September: 14.00 Uhr und 17.00 Uhr
1. Oktober - 18. Oktober: 14.00 Uhr und 16.00 Uhr*

Eine Voranmeldung (am besten am Vorabend) ist unbedingt erforderlich:
Tel. +43 6566 7451 oder +43 664 3420609 Fam. Innerhofer

Smaragdschürfen

Von Mitte/Ende Mai bis Anfang/Mitte Oktober finden zweimal wöchentlich geführte Smaragd-Exkursionen statt.

Mit dem "Smaragdexpress" geht es von Bramberg ins Habachtal bis zum Almgasthof Alpenrose. Dort werden die verschiedensten Mineralien, vor allem aber Smaragde gesucht und gewaschen. Um 14.00 Uhr wandern Sie "steinreich" gemeinsam mit unserem Wanderführer entlang des Lehrweges „Smaragdweg“ retour zum Ausgangspunkt oder fährt mit dem Smaragdexpress wieder talauswärts.

Nationalparkausstellung "Smaragde & Kristalle" im Museum Bramberg

Die präsentierten Kristallschätze der Hohen Tauern verzaubern den Besucher, der wie nirgendwo sonst die Ästhetik und den Formenreichtum der heimischen Mineralien erfahren kann. Die Geheimnisse der Mineralentstehung und der Kluftbildung werden anschauchlich erklärt, ausgewählte Smaragde, der größte Rauchquarz der Ostalpen, bizarre Epidote, der riesige Skelettquarz, Bergkristalle, Sphene und Fluorite zeigen die Vielfalt heimischer Mineralien. Filme und Animationen zeigen wie die Mineralien in der Natur vorkommen und wie sie früher abgebaut wurden.

Kontaktinformationen

Alpengasthof Alpenrose

Der Alpengasthof Alpenrose im Habachtal ist ein idealer Ausgangspunkt für Mineraljäger und Wanderer.

Sie erreichen die Alpenrose entweder mit dem Tälertaxi oder zu Fuß - Gehzeit ca. 2 Stunden.
Der Gasthof ist von Mitte Mai bis Mitte Oktober geöffnet.

Genießen Sie Ihren Urlaub in einer warmen, freundlichen Atmosphäre. Die Alpenrose serviert lokale Spezialitäten und Gebäck.

35 Betten sowie ein Matratzenwohnheim (Gruppenunterkünfte) für rund 30 Personen stehen für diejenigen zur Verfügung.

Es gibt auch einen schönen Duschraum, sowie einen Trockenraum für Schuhe und Kleidung.

Direkt dem dem Gasthof Alpenrose liegt die Smaragdwaschanlage

Kontaktinformationen

Enzianhütte

Die Enzianhütte im Habachtal ist der Ausgangspunkt für Mineraliensucher.

Die Enzianhütte kann man mit dem Täler-Taxi oder zu Fuß - Wanderzeit ca. 1 1/2 Stunden - erreichen.

Die Hütte ist von Mitte Mai bis Mitte Oktober geöffnet.

Auf der Enzianhütte können Sie Ihren Durst stillen und werden mit Schmankerln aus der eigenen biologischen Landwirtschaft verwöhnt.

Zum Übernachten bieten 28 Betten, sowie ein Matratzenlager (Gemeinschaftsraum) für ca. 20 Personen Platz.

Kontaktinformationen

Alte Moa-Alm

Die Moa-Alm ist seit 1771 im Originalzustand, die älteste Hütte im Habachtal.
Für Wanderer und Mountainbiker leicht erreichbar.

Ganztägig warme Küche, hausgemachte Mehlspeisen.
Gekocht wird auf einem Holz-Herd (ca. 70 - 80 Jahre alt)

Einfach, urig, gmiatlich, guat ...

Geöffnet je nach Schnee- und Wetterlage:
Ende Mai - Oktober

Kontaktinformationen

Neue Thüringerhütte

Die Thüringerhütte ist eine Alpenvereinshütte und ist von Mitte Juni bis Ende September geöffnet.

Man serviert Ihnen natürlich auch auf der  Thüringerhütte selbstgemachte Schmankerl.

Sie können auch in einer der 50 Lagern oder in einer der 30 Betten übernachten.

Um zur Thüringerhütte zu gelangen können Sie mit dem Täler-Taxi bis zum Alpengasthof Alpenrose fahren.

Von dort wandern Sie zwischen 2 1/2 Std. (über den Noitroi) und 3 1/2 Std. (Normalsteig) zur Thüringerhütte.

Kontakt

Kontaktieren Sie uns

Sollten Sie Fragen rund um die Wildkogel-Arena haben, zögern Sie bitte nicht, mit uns in Kontakt zu treten. Ihr Wildkogel-Arena-Team in Neukirchen und Bramberg kümmert sich gerne um Ihre Anliegen und sorgt dafür, dass Sie in Ihrem Winter- oder Sommerurlaub in der Wildkogel-Arena bestens informiert sind und keinerlei Fragen offen bleiben.

  • Öffnungszeiten

    Tourismusbüros Neukirchen & Bramberg

    Hauptsaison Winter:
    Montag - Freitag: 8.30 - 12.00 Uhr und 14.00 - 17.30 Uhr
    Samstag: 9.00 - 11.00 Uhr und 16.00 - 18.00 Uhr

    Hauptsaison Sommer:
    Montag - Freitag: 8.30 - 12.00 Uhr und 14.00 - 17.30 Uhr
    Samstag: 9.00 - 11.00 Uhr

    Nebensaisonen:
    Montag - Freitag: 8.30 - 12.00 Uhr und 14.00 - 16.30 Uhr

    Bergbahnen Wildkogel

    17.12. - 22.04.2022
    Betriebsbeginn täglich um 08.30 Uhr
    Letzte Talfahrt von den Bergstationen um 16.30 Uhr

Attraktionen

Anlagen