Wandern im Habachtal
Ein Tal, das begeistert
Smaragde, Natur und echte Entdeckermomente
Das Habachtal zählt zu den schönsten Seitentälern des Nationalparks Hohe Tauern und ist weit über die Grenzen hinaus bekannt für seine Smaragdfunde und für seinen Mineralienreichtum. Wer hier unterwegs ist, erlebt nicht nur eine beeindruckende Naturkulisse, sondern begibt sich auf eine Wanderung voller Besonderheiten.
Zwischen rauschenden Gebirgsbächen, weiten Almflächen und imposanten Gipfeln eröffnet sich eine Landschaft, die gleichermaßen Ruhe, Abenteuer und echte Entdeckerlust verspricht.
Das Habachtal auf einen Blick
- Lage: Bramberg am Wildkogel | Nationalpark Hohe Tauern
- Startpunkt: Habachtal Parkplatz
- Zufahrt: mit Tälertaxi möglich - mit der Nationalpark SommerCard inkludiert
- Besonderheit: eines der bekanntesten Smaragdvorkommen Europas
- Ideal für: Familien, Genießer, Naturliebhaber
- Schwierigkeit: leicht bis mittel (je nach Strecke)
- Abwechslungsreiche Landschaft
- Gemütliche Einkehrmöglichkeiten

Wandern im Smaragd-Tal
Das Habachtal ist kein gewöhnliches Wandergebiet. Es ist eines der wenigen Täler Europas, in denen tatsächlich Smaragde gefunden wurden. Entlang des Smaragdwegs führt die Route tief hinein in die alpine Landschaft und macht die Wanderung zu einem besonderen Erlebnis.
Gut ausgebaute Wege, sanfte Anstiege und zahlreiche Rastplätze machen das Tal besonders attraktiv für entspannte Wanderungen. Gleichzeitig bieten sich immer wieder eindrucksvolle Ausblicke auf Wasserfälle, Almwiesen und die umliegende Bergwelt.
Tälertaxi "Smaragd-Express"
Sie möchten die faszinierende Natur und Bergkulisse dieses Tales bequem erobern? Kein Problem, wir bringen sie gerne mit dem "Smaragdexpress" hin und/oder retour:
Abfahrtszeiten vom Parkplatz Habachtal zur Enzianhütte und Alpengasthof Alpenrose:
Mai bis September: 9:00, 10:00, 13:30 und 16:30 Uhr
1. Oktober - Mitte Oktober: 9:30 Uhr und 13:30 Uhr
Abfahrtszeiten von der Enzianhütte oder Alpengasthof Alpenrose:
Mai - September: 14:00 Uhr und 17:00 Uhr
1. Oktober - Mitte Oktober: 14:00 Uhr und 16:00 Uhr
Eine Voranmeldung (am besten am Vorabend) ist unbedingt erforderlich:
Tel. +43 6566 7451 oder +43 664 3420609

Das Bramberger Habachtal ist das mineralienreichste Tal der Hohen Tauern. In diesem wunderbaren Tal sind auch heute noch interessante Funde möglich. So hat auch der weniger geübte Bergwanderer die Möglichkeit, Smaragde zu finden. Das Smaragdvorkommen im Nationalpark Hohe Tauern befindet sich in der Leckbachrinne im Habachtal. Vom Almgasthof Alpenrose ist diese über einen Steig leicht zu erreichen. Die Erosion hat die Smaragde vom anstehenden Felsen der oberen Leckbachrinne bis hinunter zum Almgasthof Alpenrose verteilt, d.h. Muren und Bergstürze haben smaragdführendes Gestein und Smaragde bis in den Talbereich transportiert. Das Smaragdbergwerk im oberen Teil der Leckbachrinne ist nicht zugänglich. Zudem ist dieser Teil der Rinne sehr stark steinschlaggefährdet und es ist nicht ratsam dort aufzusteigen.
Es wird manchmal behauptet, dass bereits die Römer im Habachtal Smaragde schürften. Dies ist nicht zweifelsfrei zu belegen und eher unwahrscheinlich. Auch Berichte eines französischen Wissenschaftlers, dass sich ein Habachtaler Smaragd in der Krone Ludwigs IX. (1226 – 1270) befänden, konnten nicht verifiziert werden.
In einem Brief erwähnte Prinzessin Anna di Medici 1669 das Wort „smaragdus“ und erwartete vom dänischen Gelehrten Niels Stensen einen Bericht über die Smaragdgruben (vielleicht könnte dabei das Habachtal gemeint gewesen sein). Als die wohlhabende Senningerbräuin Maria Rottmayr 1732 starb, waren in ihrem Nachlass zwei Goldringe mit Smaragden aus dem Habachtal.
1797 hat "Hofkammerrath" Caspar Melchior Schroll das Smaragdvorkommen im „Heubachthale“ zum ersten Mal wissenschaftlich beschrieben.
1821 beschrieb der Mineralienhändler J. Frischholz ausführlich das Smaragdfundgebiet im Habachtal.
1829 machte Bergdirektor Mielichhofer einen Smaragdfund in der Sedlalpe.
1859 veröffentlichte Zepharovich im Mineralogischen Lexikon Österreichs genauere Angaben über das Smaragdvorkommen. Daraufhin wurde das Gebiet genauer abgesucht. Es wurden mehrere schöne Steine gefunden.
1862 veranlassten Samuel Goldschmidt diese viel versprechenden Funde dazu, das ganze Gebiet zu kaufen. In über 2000m Höhe ließ er das Berghaus errichten und unterhalb der Leckbachscharte wurden mehrere Stollen in den „Smaragdpalfen“ getrieben. Die Ausbeute soll gut gewesen sein. Nach dem Tod von Goldschmidt (1871) wurde der Abbau vorübergehend eingestellt. In den Folgejahren übernahm die englische Gesellschaft Limited Forster das Bergwerk und beschäftigte 30 Knappen, die den Abbau mit gutem Erfolg betrieben.
1896 kam die Emerald Mines Ldt. aus London in den Besitz der Gruben.
1913 musste der Betrieb wegen hoher Schulden, die durch einen schlechten Verwalter angehäuft wurden, eingestellt werden. Die Gemeinde Bramberg kaufte das gesamte Areal relativ günstig, da noch ein beträchtlicher Teil an Gemeindesteuern ausständig war.
1917 konnte der Sägewerksbesitzer Anton Hager aus Traunstein das Bergwerk erwerben. Aber auch ihn zwangen wirtschaftliche Schwierigkeiten (1. WK- Wirtschaftskrise) die Mine 1927 zu verkaufen. Nach der deutsch-österreichischen Edelsteinbergwerksgesellschaft und der schweizerischen Gesellschaft für modernen Bergbau kam das Bergwerk schließlich in den Besitz von Justizrat Max Gaab aus München.
1938 wurde Österreich von der Landkarte gestrichen – die Besitzverhältnisse dieser Zeit sind verworren. Nach dem Krieg bewarb sich Oberst Hans Zieger bei den amerikanischen Besatzungsmächten um den Posten des Minenverwalters. Er war von 1945 bis 1949 im Bergwerk tätig und verschliff die gefundenen Steine selbst. Auf Zieger folgten Hubicky und das Duo Caha-Eberl.
1963 erfolgte die offizielle Rückstellung des Bergwerks an den Rechtsanwalt Karl Gaab. Seine Aufsichtspersonen am Bergwerk und in der Goldschmidthütte waren über viele Jahre Studenten aus München.
1975 bewarb sich Sebastian Berger gemeinsam mit Klaus Wenzel und Heinrich Hammerle bei Dr. Gaab um den Aufsichtsposten. Streitigkeiten und gegenseitiges Misstrauen beim Fund von außergewöhnlich großen Phenakiten führten bald dazu, dass sich die drei trennten und Berger ab 1976 die alleinige Aufsicht hatte. Er sicherte die Stolleneingänge mit Eisentüren, ließ per Hubschrauber einen Wohnwagen in die unmittelbare Nähe des Bergwerks schaffen und trieb viele Meter Stollen in den Berg. Die etwa 10 Jahre dauernde Ära Berger war sowohl für Funde als auch für die wissenschaftliche Erforschung ergiebig verlaufen.
1986 beging Berger, der schon jahrelang psychische Probleme hatte, auf tragische Weise Selbstmord.
Alois Steiner und Alois Hofer, beide Mineraliensammler aus Bramberg, wurde ab 1986 der Aufsichtsposten übertragen. Die sich bereits in einem sehr schlechten Zustand befindliche Goldschmidthütte wurde unter großem Aufwand hergerichtet und dient seither wieder als Unterkunft für die Bergwerkspächter. Der Abbau im Berg erwies sich durch die sehr labilen Gesteinsschichten und durch mangelhafte Pölzung als überaus schwierig und es musste viel Zeit und Energie aufgewendet werden, um den bestehenden Stollen zu sichern.
Seit Anfang der neunziger Jahre besitzt die Familie Steiner (Alois Hofer beendete seine Tätigkeiten) die Erlaubnis im Smaragdbergwerk zu schürfen. Nach dem Tod von Karl Gaab (2000) ist seine Tochter, Frau Ingrid von Klitzing, die alleinige Besitzerin des Smaragdbergwerkes.









