Zum Inhalt springen

Sicher unterwegs in der Wildkogel-Arena

Richtiges Verhalten beim Wandern

In unserer Zeit der Hast, der Unruhe und der Nervosität, in der wir alle eingespannt sind, bietet Ihnen unsere herrliche Bergwelt mit ihren schönen Tälern eine gute Gelegenheit, den grauen Alltag für einige Zeit zu vergessen. Das wird Ihnen bei uns in der klaren, gesunden Gebirgsluft gelingen und Sie werden viel Freude und Erholung verspüren.

10 Grundregeln für sicheres Wandern

  • Prüfen Sie vor jeder Bergtour Ihre persönliche Verfassung und schätzen Sie Ihre Kräfte und jene Ihrer Begleiter – insbesondere jene Ihrer Kinder – richtig ein. Danach richtet sich die Länge der Tour.
  • Planen Sie jede Tour genau. Informationen aus Wanderkarten, von Vermietern und Hüttenwirten können dabei sehr hilfreich sein.
  • Achten Sie auf die erforderliche Ausrüstung, ausreichend Proviant und auf die Wettervorhersage.
  • Geben Sie beim Vermieter oder bei Bekannten stets Ihr Wanderziel sowie die geplante Rückkehrzeit bekannt. Tragen Sie Ziel und Wegroute in den Hütten- und Gipfelbüchern ein. Im Notfall hilft das, Sie leicht und schnell zu finden.
  • Passen Sie das Tempo Ihrer Kondition und jener Ihrer Partner an. Das Tempo orientiert sich stets am schwächsten Mitglied einer Gruppe. Zu schnelles Gehen führt zu frühzeitiger Erschöpfung. Bedenken Sie: Sie haben zumeist auch noch den Rückweg zu bestreiten.
  • Bleiben Sie auf den markierten Wegen. Das Begehen steiler Grashänge (besonders bei Nässe), Schneefelder oder Gletscher bringt immer Gefahren mit sich.
  • Achten Sie auf Steinschlag, der oft von Tieren wie Gämsen, Schafen, etc. ausgelöst werden kann und treten Sie selbst keine Steine ab. Sie gefährden damit andere Bergwanderer.
  • Kehren Sie bei mangelnder Kondition oder drohendem Schlechtwetter rechtzeitig um. Dies ist keine Schande, sondern ein Zeichen der Vorsicht.
  • Bewahren Sie Ruhe, wenn ein Unfall eintreten sollte! Beachten Sie dazu die gesondert angeführten Regeln.
  • Halten Sie die Berge sauber!
Vier Menschen entspannen auf einer Berghütte bei sonnigem Wetter. Im Vordergrund trinkt eine Frau aus einer pinken Flasche. Sie trägt Sportkleidung und eine Sonnenbrille.

Grundausrüstung beim Wandern

Folgende Ausrüstung nehmen Sie am besten bei jeder Wanderung mit, denn mit der richtigen Grundausstattung wird jede Wanderung bestimmt zum Erlebnis:

  • Festes Schuhwerk mit Profilsohle
  • Rucksack
  • Sonnenschutz
  • Winddichtes Übergewand, Warme Kleidung
  • Ausreichend Getränke und Proviant
  • Kleines Verbandszeug (Mullbinde, Leukoplast, Pflaster, Schere oder Messer)
  • Orientierungshilfen wie Wanderkarte, etc.
  • Hilfreich (besonders bei Notfällen) ist auch ein Mobiltelefon, wenngleich es nicht überall funktioniert


10 Regeln für den richtigen Umgang mit Weidetieren

  • Kontakt zum Weidevieh vermeiden, Tiere nicht füttern, sicheren Abstand halten!
  • Reizen und streicheln Sie die Tiere nicht – besonders bei Jungtieren ist Vorsicht geboten – Muttertiere versuchen aufgrund des Schutzinstinktes ihr Junges zu verteidigen!
  • Mutterkühe beschützen ihre Kälber. Begegnung von Mutterkühen und Hunden vermeiden!
  • Hunde immer unter Kontrolle halten und an der kurzen Leine führen. Ist ein Angriff durch ein Weidetier abzusehen: Sofort ableinen!
  • Wanderwege auf Almen und Weiden nicht verlassen!
  • Wenn Weidevieh den Weg versperrt, mit möglichst großem Abstand umgehen und zeigen Sie keine Angst!
  • Bei Herannahen von Weidevieh: Ruhig bleiben, nicht den Rücken zukehren, den Tieren ausweichen!
  • Schon bei ersten Anzeichen von Unruhe der Tiere Weidefläche zügig verlassen!
  • Zäune sind zu beachten! Falls es ein Tor gibt, dieses nutzen, danach wieder gut schließen und Weide zügig queren!
  • Begegnen Sie den hier arbeitenden Menschen, der natur und den Tieren mit Respekt!
Eine braune Kuh grast auf einer saftig grünen Almwiese vor einer wunderschönen Bergkulisse mit schneebedeckten Gipfeln unter einem klaren blauen Himmel.

Verhalten in der Nähe von Weidevieh

Dies gilt insbesondere für Wanderer, die mit ihrem Hund unterwegs sind. Führen Sie Ihren Hund immer an der Leine und lassen Sie diesen keinesfalls auf die Tiere losjagen. Sollte dennoch ein Tier Ihren Hund attackieren, obwohl Sie ihn an der Leine führen, halten Sie ihn in diesem Fall nicht fest, sondern lassen Sie ihn zu Ihrem eigenen Schutz einfach laufen.

Verhalten bei Gewitter

Sollten Sie trotz sorgfältiger Planung am Berg in ein Gewitter geraten, meiden Sie den Aufenthalt an folgenden Stellen:
  • Am Gipfel
  • Auf Graten
  • Unter einzelstehenden Bäumen
  • Bei Wasserrinnen
  • Am Fuße von Felswänden
  • Im Eingangsbereich von Höhlen
  • Bei Hochspannungsleitungen
Suchen Sie stattdessen Täler und Senken. Wirklichen Schutz bietet aber nur eine sichere Unterkunft oder ein Auto.

Ein Gewitter kommt nicht innerhalb weniger Minuten. Schon vorher zeichnen sich einige Warn- und Alarmsignale ab. Bitte beachten Sie diese und kehren Sie um, wenn Sie solche Signale wahrnehmen:
  • Warnsignale für Gewitter: schwüle Luft, Quellwolken
  • Alarmsignale: Quellwolken mit dunkler Unterseite, ausgefranste Ränder, fernes Donnergrollen

Verhalten im Notfall

Bewahren Sie Ruhe, wenn ein Unfall eintritt! Versuchen Sie durch das Mobiltelefon oder durch Signale wie Rufen, Pfeifen, Winken mit großen Kleidungsstücken, etc. Hilfe herbeizuholen. Melden Sie dabei wer Sie sind, was passiert ist und wo Sie sich befinden. Schwer Verletzte sollten möglichst an einer gut sichtbaren Stelle am Unfallort bleiben, jedoch außerhalb ev. Gefahrenbereiche. Lassen Sie Verletzte nie alleine!

Wichtige Telefonnummern:
  • Euro-Notruf: 112
  • Bergrettung: 140
  • Rettung: 144

Wettergefahren am Berg erkennen und richtig einschätzen