Bramberger Kristalltage und Mineralien-Info von 17.04. –19.04.2015

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Die Kristalltage und die Mineralien-INFO zählen zu den interessantesten und attraktivsten Mineralienveranstaltungen Österreichs. Genaue Auskunft über die Thematik und die Beginnzeiten der Vorträge kann man dem Internet unter www.mineraliensammler.com entnehmen.

Fr 17.04. / Sa 18.04.
Im Hotel Senningerbräu werden mineralogische Vorträge und Filme gezeigt, die sowohl mineralogisch Interessierte als auch Fachleute ansprechen sollen. Die Kristalltage sind zugleich ein Treffpunkt für Freunde der Mineralien, bei denen im Gespräch Erfahrungen und Neuigkeiten ausgetauscht werden können.

So 19.04.
Bei der jährlichen Mineralien-INFO werden die Mineralien des Landes Salzburgs der Sammelsaison 2014 für einen Tag dem interessierten Publikum gezeigt. Es werden auch historische oder außergewöhnliche Funde gezeigt. Fachleute bestimmen unbekannte Mineralien.

Veranstaltungsort:
Hotel Senningerbräu
Anmerkung: Kristalltage und Mineralien-INFO sind keine Börse – kein Verkauf von Mineralien!

Freeride-Eldorado Wildkogel-Arena

Adrenalin und Endorphin liegen für alle Pedalritter in der Wildkogel-Arena ganz nah beieinander. Action und Glücksgefühle garantieren hier pulstreibende Up-Hills, atemberaubende Downhills oder genussvolle Touren mit Panorama-Garantie durch die Täler des Nationalparks Hohe Tauern. Alle Liebhaber der Stollenreifen – vom schnellen Downhiller, höhenmeterkurbelnden Up-Hiller, ausblicksuchenden Genussradler, komfortablen E-Biker bis hin zum Familienbiker – finden hier ihr ideales Terrain.

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Ritter, folge dem Flow!

Neun Ritter legten den Grundstein der Freeride-Geschichte am Wildkogel. Allerdings keine mittelalterlichen Früherkenner des heutigen Trends, sondern der Freeride-Contest „Nine Knights“ im Jahr 2011 war hier Auslöser des Booms und sorgte für den Bau der gleichnamigen Strecke.

Martin Holzer aus Neukirchen ist Freeride-Experteder ersten Stunde und mit Schaufel und Grabwerkzeug stand er selbst seit der Geburtsstunde des ersten Wildkogeltrails bei den Bauarbeiten mit auf der Strecke. „Der Trail startet direkt bei der Bergstation der Wildkogelbahnen auf 2.100 m – das ermöglicht dank dem Biketransport mitden Gondeln ein kraftschonendes Überwinden der Höhenmeter. Die Sektion bis zur Mittelstation nennt sich ,Nine-Knights-Trail’. Er überzeugt ambitionierte Freerider und Profis durch seinen Flow über 458 Höhenmeter. Die Charakteristik des Trails: ein naturbelassener Singletrail mit viel Panorama! Wiederholungstäter steigen an der Mittelstation gleich wieder in die Gondel, um sich erneut mit den neun Rittern zu battlen“, beschreibt der Neukirchner sein Heimatrevier, das in Talnähe noch weitere Trails bietet.

Servus im Hubertuswald!

Was klingt, wie der Titel eines kitschigen Heimatromans, bezeichnet eine der ersten Freeridestrecken in der Region, wie Martin Holzer verrät: „Die bereits 2008 angelegte ,Servus-Line’ im Hubertuswald am Ortsrand von Neukirchen bietet perfekte Wallrides und Jumps für Profis – ein wahres Slopestyle-Paradies! Aber auch Anfänger können sich dort an ihr nächstes Level herantasten. Parallel dazu, in einem ausgetrockneten Bachbett, befindet sich der ,Channel’. Dieser Trail ist um einiges anspruchsvoller und mit Northshore-Elementen gespickt. Am Ende der ,Servus-Line’ wurde ein eigener Dirtpark mit Kicker- und Table-Line und einem Pumptrack errichtet.“

Wildkogeltrail 2.0

Mit Start der Sommersaison dürfen sich die Downhiller und Freerider über ein neues Angebot freuen: Der komplett neu angelegte Wildkogeltrail 2.0! Dieser führt von der Mittelstation bis ins Tal und ersetzt den parallel verlaufenden Originaltrail. „Wir arbeiten hier nicht mit Bagger und Spinne. In reiner Handarbeit wird dieser Trail in den Hang designt, um ihm den wahren Singletrail-Charakter zu geben. Er wird etwas anspruchsvoller als die obere Sektion. Der Wildkogel ist kein Bikepark sondern besticht durch seine natürlichen und langen Singletrails. Das ist es, warum die Freerider dieses Bikerevier lieben!“, verrät Martin Holzer und schwingt sich die Schaufel auf die Schulter, um weiter Stück für Stück diesen neuen Trail zu bearbeiten.
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Hier gehen Umweltschutz und Erholung Hand in Hand

Alpine Pearls

Bei Alpine Pearls gehen Erholung und Umweltschutz Hand in Hand. Urlaubsorte, die zu den “Perlen der Alpen” gehören, engagieren sich für  sanften Tourismus. Sie geben ihren Gästen ein Qualitätsversprechen der  besonderen Art. So können die jeweiligen Alpine-Pearls-Orte umweltfreundlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht werden, und die Urlauber sind vor Ort auch ohne Auto mobil.
Die Mitglieder des 2006 gegründeten, mehrfach ausgezeichneten Vereins bewahren regionaltypische Besonderheiten und Schönheit und setzen auf alternative Energien.
Es wurden die 10 besten der 27 Alpine-Pearls-Orte ausgewählt, in denen neben dem Skifahren auch andere Winteraktivitäten nicht zu kurz kommen.

Text: Monika Neiheisser

Heute erhielten wir das “DSV aktiv – Ski& Sportmagazin” und beim Durchblättern haben wir entdeckt, dass sich Neukirchen am Großvenediger zu den 10 besten Alpine-Pearls-Orten zählen darf.

Die Freude in der Wildkogel-Arena ist groß! :-)

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Skigenuss im Frühling in der Wildkogel-Arena

Im Tal macht sich der Frühling breit, das heißt jedoch noch lange nicht, dass man seine Skier bzw. das Snowboard bereits verstauen soll. Denn jetzt beginnt die perfekte Zeit für den Frühlingsskilauf in der Wildkogel-Arena Neukirchen und Bramberg.
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Frühlingsskilauf statt Solarium

Nicht vergessen!! Die Sonnencreme sollte bei diesem Wetter ein treuer Begleiter sein. Damit man sich keinen Sonnenbrand holt, trägt man am besten gleich morgens die Sonnencreme auf.
Bevor die Sonnenterrassen-Stellung eingenommen wird, wäre es empfehlenswert noch einmal zur Creme zu greifen. :-)

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Sonne und die frische Luft genießen

Das dicke “Einpacken” für den perfekten Skitag hat jetzt ein Ende. Angenehme Temperaturen machen das Frühlingsskifahren am Wildkogel zum puren Genuss. Von der Skibrille wechseln wir jetzt auf die Sonnenbrille und vom Fleece-Pullover zum leichten T-Shirt. Dank der warmen und angenehmen Temperaturen kommt man beim Frühlingsskifahren auch so ins Schwitzen. :-)

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Frühlingsskifahren mit der Schneewalzerpauschale

Wir bitten zum Schneewalzer. Sie werden Sehen, eins, zwei, drei – und schon haben Sie den Dreh raus!
Egal ob Anfänger, Wiedereinsteiger oder Fortgeschritten in der Wildkogel-Arena ist für jeden etwas dabei.
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Als Schneewalzer-Geschenk bekommen Sie den Skikurs gratis oder darf es ein Snowbike-Kurs oder eine Tages-Skitour sein? Vielleicht möchtet Sie aber auch bei einem
Snowboard-Intensiv-Training einmal etwas neues ausprobieren?

Vom 14. März – 28. März 2015 können Sie bei den teilnehmenden Partnerbetrieben die Pauschale buchen und Sie bekommen direkt in Ihrer Unterkunft Ihre Gutscheine für die Bergbahn, den Skikurs und für Ihren Preisnachlass bei den Sportgeschäften bzw. bei der Flugschule in Bramberg.

Gemeinsam Ski- bzw. Snowboardfahren erlernen oder verbessern macht einfach mehr Spaß und nach dem Kurs können Sie mit den Skilehrern gemeinsam noch Aprés-Ski feiern. Jeden Dienstag macht die Skilehrer Musi beim Schweini’s in Neukirchen Stimmung. Ein weiteres Muss ist Aprés Ski beim Alpengasthof Stockenbaum mit dem Tauern Echo jeden Mittwoch und am Donnerstag sorgen Didi & Fritz beim Cafe Fichtenrand für eine tolle Aprés-Ski-Party.
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Haben Sie Ihren nächsten Frühlingsskilauf inklusiv Schneewalzerpauschale in der Wildkogel-Arena bereits gebucht?

Energy Globe Awards 2015 vergeben

Am Donnerstag 5.2.2015 sind im ORF Landesstudio anlässlich der Salzburger Energie-Gala die Energy Globes 2015 und e5-Auszeichnungen für Gemeinden verliehen worden. Der Energy Globe Award zeichnet jährlich herausragende, nachhaltige Projekte im Bereich Umwelt und Energie aus. Die Awards werden in den 5 Kategorien Erde, Feuer, Wasser, Luft und Jugend vergeben.

Das Projekt „Sanft mobil unterwegs mit der Wildkogel-Card“
ging als Sieger in der Kategorie Luft hervor!

Die Wildkogel Card verhilft zu nachhaltigen Urlaubserlebnissen in der Wildkogel-Arena, Neukirchen & Bramberg mit verschiedenen Maßnahmen wie einer sanft mobile Anreise, der Mobilität im Urlaub – ohne Auto und Stress mit ÖFFIS, Wanderbussen sowie (E-)Bikes.

Für den Award können Projekte mit Fokus auf Ressourcenschonung, Verbesserung der Luft- und Wasserqualität, Energieeffizienz, Einsatz erneuerbarer Energien oder Bewusstseinsschaffung für diese Bereiche eingereicht werden.

Unsere Umwelt betrifft uns alle – jeder Beitrag für eine lebenswerte Umwelt und nachhaltige Zukunft zählt.
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Auf der Suche nach dem heiligen Trail

Eine Ritterburg, funkelnde Smaragde, dichter Nebel, tiefer Wald, ein verwunschenes Tal mit tosenden Wasserfällen – was uns in der Wildkogel-Arena erwartete, hätte genug Stoff für einen  mittelalterlichen Abenteuerroman geboten. Eine 6,5km lange, 1200hm tiefe Freeride-Abfahrt, gebaut von Bikeprofis, befahren von den besten Freeride-Mountainbikern der Welt, kinderleicht zu erreichen dank Seilbahn? Das klingt dann doch eher nach  modernem Bikermärchen. Beides zusammen ergibt die Verbindung, die unseren Tag in den Bergen um Neukirchen und Bramberg zu einer Mischung aus feinstem Downhillvergnügen und spektakulärem Naturerlebnis werden ließ.
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10h – Wir verlassen die Gondel, laden die Bikes aus und treten hinaus in den dichten
Nebel. Die Wildkogelbahnbahn hat uns auf 2100m Höhe befördert, die Aussicht auf
Großvenediger müssen wir uns heute allerdings hinzufantasieren. Dafür lassen sich
zwischen den Nebelschwaden langsam die Umrisse einer hölzernen Burg ausmachen
– Überreste nicht etwa aus dem letzten Jahrtausend, sondern aus den Jahren 2011 und 2012, in denen das Suzuki Nine Knights Events die besten Freerider der Welt an
den Wildkogel lockte. Fast jeder kennt die Bilder von Backflips und No-Handern, die
Lacondeguy und Co. vor der spektakulären Kulisse hier gezogen haben. Das Event zeugt davon, auf welch hohem und internationalem Niveau das Freeriden hier gelebt wurde– und wird! Denn der Nine Knights Trail, erschaffen anlässlich des Contests, wird weiterhin gepflegt und dem Publikum so ein erstklassiger Freeridetrail zugänglich gemacht. Uns präsentiert sich dieser heute von seiner authentischsten Seite: nass, schlammig, rutschig. Oberhalb der Baumgrenze schlängelt sich der Trail noch über loses Geröll und verblockte Steinpassagen durch die steilen Wiesenhänge. Im Wald beginnt sich auch der Untergrund zu verändern und die nun engen, wurzeldurchsetzten Kurven werden bei der Nässe zu einer echten Herausforderung. Vorderbremse auf und Laufen lassen jetzt hier alles, wer seinem Bike vertraut wird mit einem Flowerlebnis der Extraklasse verwöhnt. Wir rutschen, schlittern und driften durch den matschigen Waldboden, Dreck spritzt uns ins Gesicht, es ist herrlich. Kurz vor der Talstation biegen wir in den Servus Trail, den Tibor Simai und Andi Wittmann mit zahlreichen Anliegern und Northshore-Elementen zu einem kleinen Slopestyleparadies ausgebaut haben. Einige der Drops umfahren wir mit einer gehörigen Portion Respekt, über die kleineren Brücken und Stufen fliegen wir dafür mit viel Airtime zurück Richtung Ausgangspunkt.
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12h – Wir sind uns einig, dass wir auch den Rest des Tages gut und gern auf dem Nine
Knights Trail zubringen könnten, aber unser Hotelier und Mountainbiker der ersten
Stunde, durchkreuzt unsere Pläne. Beim Mittagessen erzählt er von Klammen und
Wasserfällen, von weit abgelegenen Almen und einem ausgedehnten Mountainbike-
Wegenetz, dass sich bis in die Täler an der Grenze zum Nationalpark Hohe Tauern
erstreckt. Sein Schwärmen weckt unsere Abenteuerlust und der Entschluss, zugunsten
einer Erkundungstour auf weiteres Tiefenmeterfräsen zu verzichten, ist schnell
gefallen.
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13h – Wenn das Tal, wo die Dinger herkommen genauso schön ist wie die Steine selbst,
sind wir defi nitiv auf dem richtigen Weg, denke ich. Im Museum Bramberg haben wir
einen kurzen Zwischenstopp eingelegt um die Nationalparkausstellung „Smaragde und
Kristalle“ zu besichtigen. Staunend stehen wir vor den Vitrinen, in denen Bergkristall,
Aquamarin, Adular und weitere Mineralien ihre ganze Pracht entfalten. Ihnen hat das
Habachtal – als einziges Smaragdvorkommen Europas – seinen Spitznamen „Tal der
Smaragde“ zu verdanken, im benachbarten Untersulzbachtal gibt es so große und schöne
Epidotkristalle wie sonst nirgends auf der Welt.
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Neugierig geworden? Weitere Informationen über die Mountainbikeweg in der Wildkogel-Arena können Sie in der Zeitrschrift World of MTB Magazin -Salzburger Land Spezial nachlesen.

Wildkogel-Winter für Familien: Alles im „weißen“ Bereich

Die Wildkogel-Arena in der Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern ist prädestiniert für Familien: Das Skigebiet rangiert als TOP-Resort für Familien mit Höchstnoten auf skigebiete-test.deund bietet auch abseits der Pisten einen Winter voller Inspirationen.

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Die Wildkogel-Arena schätzen Familien vor allem wegen ihrer überschaubaren 61 Pistenkilometer mit 85 Prozent blauen und roten Abfahrten. Wirklich jedes Familienmitglied kommt auf persönlichen Lieblingspisten und im individuellen Tempo in Fahrt. Am Berg treffen alle wieder zusammen. Skilehrer aus den örtlichen Skischulen sagen, die Grundbegriffe der Technik sind in diesem idealen Gelände auch für komplette Neulinge in rund drei Tagen zu schaffen. Die ersten Kurven im Schnee machen die Kleinsten in den Zwergerlkursen der Skischulen in Neukirchen und Bramberg. Gleich neben den beiden Bergstationen liegen die Kinderbereiche, wo die Maskottchen Kogel-Mogel und Kogel-Mia den Kleinen das Lernen leichter machen. Im Aussichts-Bergrestaurant der Wildkogelbahnen sindaußerdemein Gästekindergarten und ein Kinderrestaurant untergebracht.
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Auch ohne Brettln ist für ungebremsten Winterspaß gesorgt. Schließlich legen sich Familien auf der mit 14 Kilometern längsten beleuchteten Rodelbahn der Welt mächtig ins Zeug. Über 1.300 Höhenmeter geht die Rodelgaudi nach Bramberg, die je nach Technik, Aerodynamik und Verschnaufpausen zwischen 30 bis 50 Minuten dauert.Ein Erlebnis, das man so rasch nicht vergisst – auch wegen desPanoramablicks auf die Dreitausender des Nationalparks Hohe Tauern. Dreimal pro Woche verlängerndie Wildkogelbahnen ihre Betriebszeiten bis 18.30 Uhr (Di. + Fr.: Smaragdbahn Bramberg, Sa.: Wildkogelbahnen Neukirchen). Die Rodelbahn ist täglich bis 22 Uhr beleuchtet. Rodeln und Helme zum Ausleihen gibt es in Sportgeschäften in Neukirchen oder Bramberg. Weitere Rodelbahnen gibt es von den beiden Mittelstationen bis zum Alpengasthof Stockenbaum und zum Gasthof Neuhaushof sowie die Kühnreitrodelbahn im Neukirchner Ortszentrum.
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Könige des Waldes!

Energieverbrauch auf Sparflamme

„Absolute Ruhe und keine Beunruhigung durch Schneeschuhwanderer oder Tourengeher ist für das Wild im Winter sehr wichtig. Die Freizeitsportler sind sich meist nicht bewusst, dass sie für das Wild, besonders bei Tiefschneeabfahrten in Fütterungszonen, eine große Bedrohung darstellen. Im Winter benötigen Gams, Reh oder Hirsch von Natur aus viel Ruhe. Sie haben ihren Energieverbrauch durch Einschränkung von unnötigen Bewegungen auf ein Minimum gedrosselt. Beunruhigung oder Flucht durch tiefen Schnee steigern diesen Energiebedarf um das Zehnfache und zehren an den mühsam aufgebauten Fettreserven. Durch Aufklärung mit Informationskampagnen wie ,Respektiere deine Grenzen‘ und direkten Gesprächen wird ein Verständnis und Bewusstsein für ein sicheres Nebeneinander geschaffen“, erzählt uns der Wildmeister – ein nicht alltäglicher Berufstitel, der nur wenigen Berufsjägern für langjährige Tätigkeit und herausragende Leistungen verliehen wird.

Rund einen Kilometer vor der Hirschfütterung stoppt der Traktor und leise machen wir uns nun zu Fuß auf den Weg. Die Rotwildfütterung liegt auf einer Lichtung und großzügig sind die Futterplätze auf dem Areal verteilt. Während wir es uns in der beheizten Schauhütte gemütlich machen, ist Brunos Kollege bereits dabei, die Futtertröge mit Heu zu füllen und wir erfahren: „Die Lage der Fütterung in der Kernzone des Rotwilds ist mit Bedacht gewählt und der nahe Wald bietet Deckung und Einstand. An den Futterplätzen müssen genug Futterraufen und Tröge vorhanden sein, damit alle Tiere des Rudels gleichzeitig Futter aufnehmen können. Bei zu wenigen Futterstellen wäre ein Wildschaden im „Warteraum“ – also das Schälen der Bäume während des Wartens – vorprogrammiert. ,Ihren‘ Jäger, der täglich immer zur selben Zeit für Futter sorgt, kennen die Hirschen und er stellt für das Wild in dieser Notzeit keine Beunruhigung dar. Hirsche sind keine Feinschmecker, wie die Rehe, und benötigen größere Mengen an täglicher Nahrung, die aus Saftfutter und Raufutter besteht. Diese Mischung aus Maissilage, Karottentrester und grobem Heu wurde gerade verteilt und wir warten nun, ob sich die Hirsche zeigen.“ Wir nehmen dankbar die Leih-Ferngläser entgegen und jeder blickt gespannt aus dem Fenster der Schauhütte und sucht den Waldrand ab.
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Ladies first

Zuerst ist es das Kahlwild, also die weiblichen Hirsche, die sich nach und nach bei der Fütterung zeigen und unbeeindruckt von den vielen Augenpaaren, die sie bei ihrer Mahlzeit beobachten, zu den Trögen ziehen. Plötzlich flüstert ein Junge neben mir ganz ehrfürchtig: „Da ist er, der König!“ Und wirklich – vom oberen Rand der Lichtung treten nun die mächtigen Geweihträger aus dem Wald und scharen sich um das angebotene Futter. In aller Ruhe können wir sie beobachten, ihre Geweihenden zählen, ihr Verhalten studieren und ihre imposante Erscheinung auf uns wirken lassen. Bis zu 100 Stück erscheinen bei der Futterstelle und ich fühle mich wie im Kino – gemütlich im Warmen sitzend, nur 50 bis 200 m von diesen Wildtieren entfernt.

SMS vom Hirsch

„Piep, piep“, ertönt in unsere gebannte Beobachtung hinein der Signalton einer Kurznachricht und Bruno meint: „Ah, ein SMS vom Hirsch!“ Auf unsere fragenden Blicke hin erklärt er lachend: „Unser Revier im Habachtal ist auch ein Nationalpark-Forschungsrevier und einige Hirsche sind mit Sendern versehen. Durch diese Telemetrie-Messungen können wir genaue Rückschlüsse auf ihr Verhalten und Raumnutzung herausfinden. Von dem Sender erhalten wir alle 4 Stunden automatische eine Meldung mit Daten, wie den Koordinaten, aufs Handy.“
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Während wir alle noch tief beeindruckt von unserem Anblick sind, verabschieden wir uns von den Hirschen und es geht wieder den kurzen Fußmarsch zurück zum Traktor. Bruno, der seit 35 Jahren als Berufsjäger in diesem Revier tätig ist verrät uns auf dem Rückweg, was er abseits dieser informativen Führungen für Aufgaben hat: „Ich bin Heger und Jäger. Ich kümmere mich um das Revier, die Einrichtungen und die Wildtiere. Im Sommer beobachte ich das Wild und seit kurzer Zeit kümmere ich mich auch um die Forschung. Wald und Wild sind meine Leidenschaft und ich freue mich immer, wenn ich interessierten Gästen unsere Waldbewohner auf den Führungen näherbringen kann.“

Besuch beim König des Waldes!

Mit dem Revierjäger Bruno Gruber unterwegs zur winterlichen Nationalpark-Wildtierfütterung im Habachtal.

Das dumpfe Geräusch unserer Schritte durch den tiefen, frisch gefallenen Schnee ist der einzige Laut,den man in der winterlichen Stille des malerischen Habachtals hört. Die schneebeladenen Äste der Bäume hängen tief in den Weg und wo im Sommer die grünen Almen des Nationalparks Hohe Tauern ein reiches Nahrungsangebot für alle Wildtiere bieten, spitzelt jetzt im Winter kein Grashalm mehr durch die dicke Schneedecke. Hier im Habachtal, weit weg vom bunten Treiben auf den Pisten, Loipen und Straßen ist das Reich der Hirsche.
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Seit einigen Wintern bietet die Nationalparkverwaltunggeführte Touren zu der großzügig angelegten Hirschfütterung ins Habachtal, um den König des Waldes aus nächster Nähe zu beobachten. Mehrmals wöchentlich können Naturinteressierte dieses Angebot wahrnehmen und den Revierjäger und Wildmeister Bruno Gruber bei seiner Arbeit begleiten.

Mahlzeit in der Notzeit

Wir treffen uns um 12 Uhr mit Bruno Gruber und seinem Kollegen am Parkplatz Habach. Gemütlich und komfortabel geht es für unsere Gruppe die ersten 5 Kilometer im Traktor-Anhänger ins Tal hinein, während Bruno uns bereits auf der Fahrt über den Hirsch und seine Winter-Mahlzeit erzählt: „Seit den ersten Schneefällen im Frühwinter machen wir uns Tag für Tag auf den Weg zu den Futterstellen im Revier. Nicht mehr viele Rückzugsmöglichkeiten hat das Wild in touristisch hoch entwickelten Regionen. Vor einigen Jahrzehnten noch wären die Hirschrudel vor dem Winter in tiefere Regionen abgewandert, um der Notzeit – wie die Wintermonate für das Wild ganz treffend genannt werden – zu entkommen. Durch Besiedelung und Straßenbau ist den Hirschen diese natürliche Abwanderung zu Regionen mit besserem Nahrungsangebot im Winter nicht mehr möglich und durch Schälen der Baumrinden würden sie – ungefüttert – für einen hohen Schaden am Waldbestand sorgen.“

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Am Weg liegt auch eine Rehfütterung und angestrengt spähen wir in den Wald, ob sich nicht etwa ein Bock oder eine Geis blicken lässt. Die vielen Fährten im Schnee lassen erkennen, wie viel Bewegung hier rund um die eingezäunte Rehfütterung herrscht. Die Futterkrippen und Automaten sind eingezäunt, um das Rotwild von diesen Fütterungen fernzuhalten. Nur die Rehe schlüpfen ungehindert durch die hölzerne Einfriedung. „Rehe sind Feinschmecker und, wie auch der Hirsch, Wiederkäuer. Sie benötigen leicht verdauliche und energiereiche Nahrung wie das duftende und kräuterreiche Wiesenheu aus dem zweiten Sommerschnitt,“ erklärt der Jäger. Langsam tuckert der Traktor an der Fütterung vorbei und schon schlüpfen die ersten Rehe aus ihren Einständen, wo sie geruht und die Äsung verdaut hatten und verschwinden zwischen den Holzpfählen der Fütterung.